Chronik des „Staufenpokals“

…… so kam es zum „Staufenpokal“ und den internationalen alpinen FIS-A und späteren Skiweltcuprennen!

Gerne erinnern wir uns an die damalige Skiclub-Vorstandschaft mit August „Stines“ Kirchmann, Gebhard Wucherer, Felix Dänzer und Sepp Ammann die anlässlich einer FIS-Sitzung am 6.10.1961 in Trient/ITA erstmalig die Weltelite des Damenskilaufs nach Deutschland und speziell nach Oberstaufen geholt haben. Als Termin wurde der 6. Januar 1962 festgelegt. Während den Anfängen fungierten bei allen Rennen das bewährte Team um „Stines“ Kirchmann und Felix Dänzer. Danach wurden über Gebhard Wucherer, Hans Stark, Rudi Einberger und Hans-Peter Wucherer die Veranstaltungen teilweise unter schwierigsten Bedingungen fortgesetzt.

 Männer der ersten Stunde (vordere Reihe v.l. Walter Rimkus, August „Stines“ Kirchmann, Felix Dänzer * hintere Reihe v.l. Sepp Ammann, Fritz Matthes, Adelbert Wagner)

 Staufenhang     Hündlehang

Der Slalom wurde bis 1970 am Staufenhang ausgetragen, während der Riesenslalom schon 1963 am „Hündle“ stattfand. Aufgrund der ständig wachsenden Ansprüche in technologischer und organisatorischer Hinsicht wurde aber dann ab 1971 auch der Slalom ans Hündle-Skigebiet verlegt. Bis 1975 kamen die Ski-Amazonen jährlich nach Oberstaufen. Auch wurden in diesem Winter die „Internationalen Deutschen Meisterschaften“ im Riesenslalom und Slalom am Hündle durchgeführt. Die bis über den Steilhang fest installierte Wasserleitung sicherte die Präparierung der Rennpiste. Organisatorisch war damals Hans Stark als 1.Vorstand des SC Oberstaufen verantwortlich.

Zur professionellen Organiation der Weltcuprennen wurde 1976 beim Markt Oberstaufen ein Sportamt gegründet. Fortan wurden sämtliche internationale Skirennen unter der Regie des Sportamtsleiters Hans-Peter Wucherer und den Vereinsverantwortlichen des SC Oberstaufen ausgerichtet.

 Bewährtes OK-Team (v.l. Hanspeter Wucherer, Hans Stark, Rudi Einberger) 

1976 waren anlässlich eines Europa-Cups erstmalig die Herren zu Gast in Oberstaufen. Mit den Int.Deutschen Jugendmeisterschaften fand im gleichen Jahr ebenfalls noch eine weitere Großveranstaltung an. Im darauf folgenden Jahr gab es einen Tag an gleicher Stelle nach dem Welt-Cup-Slalom der Damen, einen Mannschaftsparallel-Slalom zwischen USA und Österreich. Damals starteten als Vorläuferinnen die viel umjubelte und amtierende Olympiasiegerin Rosi Mittermaier gegen „unsere“ Heidi Biebl (Olympiasiegerin von 1960).

 (v.l.) Rosi Mittermaier, 1.Bgm. Hans Koch und Hanspeter Wucherer

1978 trat dann erstmalig die absolute Weltspitze der Herren zum Slalom in Oberstaufen an. Als Sieger ging der legendäre Ingemar Stenmark hervor. Wie der nachstehenden Tabelle entnommen werden kann, gab es danach zahlreiche Weltcuprennen bis 1992. Die Fortsetzung dieser Rennen scheiterte an den Forderungen der FIS, welche Beschneiungsanlagen als Standard für Weltcuporte voraussetzte.

  Das letzte Siegertrio beim „Damen-Skiweltcup“ 1992  (v.l. 2. Deborha Compagnoni/ITA, 1.Vreni Schneider/SUI, 3.Carole Merle/FRA)

Genau 16 Jahre später veranstaltete der SC Oberstaufen anläßlich seines 100-jährigen Vereinjubiläums und unter der Rennleitung des 1.Vorstandes Hanskarl Bechteler, einen internationalen „FIS-CIT Arnold Lunn Skiweltcup“ für Damen und Herren um den „Staufenpokal“. Als Sieger ging hier Barbara Osterhammer/GER und Kai Alerts/BEL hervor. Leider konnten man die beiden Slalomrennen nicht auf der altbewährten Weltcuprennstrecke am Hündle durchführen, da nach dem Neubau der Hündlebahn und einer damit verbundenen Rennstreckenveränderung mit Geländekorrektur, verschiedene FIS-Sicherheitsvorgaben nicht abgearbeitet waren. Alternativ ging man auf die „Langholz“ FIS-Rennstrecke in der Skiarena-Steibis.

 FIS-CIT Arnold Lunn Weltcup 2008 (v.l. 1.Vorstand Hanskarl Bechteler * die Sieger: 2.Stephanie Bartels/GER – 1.Barbara Osterhammer/GER – Michaela Reitz/GER * Dieter Pfund/FIS-CIT Referent)

Hier geht es zu allen Siegerinnen und Sieger der Staufenpokalrennen >>> PDF_Staufenpokalsieger